Wie ich gelernt habe,
Portraits zu zeichnen
So wie jeder Mensch wird man nicht mit einer Fähigkeit geboren, sondern darf sie sich im Laufe des Lebens aneignen. So war es auch mit meiner Gabe, Portraits und Tiere zu zeichnen. Auch ich durfte diesen Weg von den ersten Schritten an gehen, bis aus einem tiefen, schönen Hobby echte Berufung wurde.
Kann jeder Portraits
zeichnen lernen?
Meine Antwort ist ein eindeutiges JA! Jeder Mensch kann Portraits zeichnen lernen. Vermutlich lernt der eine etwas schneller und intuitiver als der andere, aber ich bin fest davon überzeugt: Mit echtem **Ehrgeiz, Fokus und viel Geduld** kannst du alles lernen, was deine Seele ausdrücken möchte — auch das faszinierende Handwerk des Portraitzeichnens.
So habe ich das
Portrait zeichnen gelernt
„Bleib am Ball. Zeichne so viel wie möglich — Portraits, Tiere und alles, was dich im Inneren berührt. Übung schärft deinen Blick für das Wesentliche.“
Die Anfänge — Kindheit & Schulzeit
Schon als Kind war ich fasziniert davon, wie man mit einem einfachen Bleistift ganze Welten und Emotionen auf dem Papier darstellen kann. Kunsterziehung war mein absolutes Lieblingsfach in der Schule, darin blühte ich auf. Gerne hätte ich direkt ein Kunststudium absolviert, aber das Leben hatte zunächst andere Pläne. Stattdessen baute ich mir eine große Sammlung an Fach- und Zeichenbüchern auf, die mein wichtigster Begleiter wurden, um die Anatomie von Gesichtern zu ergründen.
Der Wendepunkt — Fernstudium an der SGD (2005)
Im Jahr **2005**, während einer tiefgreifenden und herausfordernden Lebensphase, fand ich den Raum und die Zeit, mich noch intensiver mit der Kunst zu verbinden. Ich entschied mich fest entschlossen für ein umfassendes **Fernstudium an der SGD**, das für mich der perfekte, strukturierte Ersatz für ein klassisches Kunststudium war.
Dieses Studium öffnete mir völlig neue Horizonte. Ich lernte handwerkliche Gesetzmäßigkeiten, die man sich allein kaum erarbeitet. Ganz klassisch begannen wir mit den Grundlagen: einfache Linien, Kreise, geometrische Formen und das Verständnis für Perspektive. Genau diesen sanften Einstieg empfehle ich jedem, da er die Angst vor dem „weißen Blatt“ nimmt.
Das Studium deckte alle Facetten ab. Ursprünglich wollte ich mich intensiv auf das Zeichnen von Tieren fokussieren — doch die Magie menschlicher Gesichter zog mich unaufhaltsam in ihren Bann. Es fasziniert mich bis heute, wie feinste Nuancen in Licht und Schatten den Ausdruck eines Charakters komplett verändern können.
Nach dem Studium — und bis heute
Nach erfolgreichem Abschluss hieß es für mich: Weitermachen, dranbleiben, die eigene Komfortzone verlassen. **Das Geheimnis liegt im Sehen-Lernen.** Man muss lernen, die Welt nicht als Objekte zu begreifen, sondern als Zusammenspiel aus Formen, Reflexionen und Tiefen. Hab Geduld mit dir selbst. Kunst ist ein Prozess, und Perfektion entsteht nicht beim ersten Strich, sondern durch die Hingabe an das Handwerk.
Noch ein Tipp
zum Schluss
Wenn du den Wunsch verspürst, das Portraitzeichnen zu erlernen, kann ich dir eines versprechen: Du wirst Meisterschaft darin erlangen, wenn du nicht aufgibst. Überfordere dich zu Beginn nicht mit isolierten Details wie einzelnen Augen oder Lippen — betrachte immer das **Gesamtbild und die Energie**, die das Gesicht ausstrahlt.
Und das Wichtigste —
Verliere niemals die Freude und gib niemals auf.
Aus dem damaligen Hobby
wurde mein Beruf.
Seit über 15 Jahren arbeite ich heute als selbstständige, freiberufliche Künstlerin. Über 3.000 handgezeichnete Portraits durfte ich in dieser Zeit für wunderbare Menschen erschaffen — jedes einzelne ein unersetzbares Unikat.
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